Windows 10 Creators Update

Windows 10 Creators Update

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Microsoft möchte künftig zweimal im Jahr große Funktions-Updates für Windows 10 und Office 365 ausliefern. Dies geschieht einmal im Frühling und einmal im Herbst. Für Windows 10 ist seit dem 11. April 2017 bereits das Creators Update mit dem Codename Redstone 2 erschienen, welches in Etappen auf immer mehr Geräten eingespielt wird. Im September 2017 will Microsoft das nächste große Update auf die Nutzer der neuesten Windows-Ausgabe mit dem Codename Redstone 3 loslassen.

Rollout des Windows 10 Creators Update in vollem Gang

Der Rollout des Creators Update für Windows 10 ist in vollem Gang, allerdings sind gemäß Aussage von www.adduplex.com bis am 22. Mai 2017 weltweit erst 18 Prozent aller PCs mit der neuesten Windows 10 Version ausgestattet. Das Tempo entspricht in etwa dem, mit dem sich auch das Anniversary Update im Sommer 2016 ausbreitete. Da Microsoft dieselbe Strategie fährt, das Update in Wellen verteilt und dabei z.B. auch bewusst Geräte ausspart, bei denen noch Probleme zu befürchten sind, ist das insgesamt nicht weiter überraschend. Bis das Update auf weltweit allen geeigneten PCs läuft, dauert es laut Microsoft Tage, Wochen und sogar Monate.

Erfahrungen mit dem ersten großen Funktions-Update Anniversary im Sommer 2016 haben aber gezeigt, dass es je nach verwendeter Computer-Hardware zu mehr oder weniger Problemen nach erfolgtem Update führen kann. Diese können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. veraltete Treibersoftware oder nicht genügend verfügbaren Speicherplatz auf der Festplatte.

Es ist davon auszugehen, dass Microsoft einige Tücken im Verlaufe des offiziellen Rollouts oder in weiteren Builds beheben dürfte. Bei fehlenden Programmen im Startmenü rät Microsoft sogar zu einem Rollback auf die vorherige Version.

Kommentar zu erster Rollout-Phase

Microsoft hatte vorab mitgeteilt, dass zunächst nur Geräte das Update erhalten, die erfolgreich mit dem neuen Windows getestet wurden. In einem weiteren Blogeintrag hat der Softwareriese nun den Verlauf dieser ersten Phase kommentiert. So habe man in den ersten zwei Wochen des Rollouts viele positive Rückmeldungen erhalten. Aber Nutzer hätten auch einige Probleme gemeldet. Neben der Bereitstellung konkreter Informationen und Anleitungen zur Fehlerbehebung habe Microsoft dabei mit PC-Herstellern zusammengearbeitet, um Probleme mithilfe von Windows- und Treiber-Updates zu bereinigen. In einigen Fällen hat Microsoft problematische Geräte absichtlich nicht sofort mit dem Creators Updates versorgt.

Tipp

Wer sich gedulden kann, sollte das Upgrade nicht manuell starten, sondern warten bis der offizielle Aktualisierungshinweis für das Creators Update von selbst auftaucht.

Nach einem Klick auf Einstellungen überprüfen erscheinen die neuen Datenschutzvorgaben für Windows 10. Es empfiehlt sich, den Punkt „Diagnose“ von „Vollständig“ auf „Standard“ zu ändern. Außerdem sollten Sie zum Schutz Ihrer Privatsphäre die Funktionen „Diagnosedaten“ und „Relevante Werbung“ ausschalten. Nach Klicks auf Annehmen und OK wird das Upgrade auf die neue Windows-Version eingeleitet.

Creators Update: Verfügbarkeit prüfen

Damit das Creators Update und die neuen Datenschutzeinstellungen angezeigt werden, muss auf dem Computer das Update mit der Versionsnummer KB4013214 vorliegen. Lässt dies auf sich warten, prüfen Sie die Verfügbarkeit mit Windows Update: Sie drücken das Tastenkürzel Windowstaste + I, klicken auf Update und Sicherheit sowie auf Nach Updates suchen. Ist das Creators Update (Version 1703) in Windows Update verfügbar, wird es automatisch heruntergeladen. Folgen Sie dann den Hinweisen.

Windows für das Update fit machen

Damit der Umstieg möglichst problemlos über die Bühne geht, sollten Sie folgendes beachten: Das Creators Update taucht bei Ihnen erst auf, wenn Sie die zuvor erschienenen Updates für Windows 10 installiert haben. Entsprechend sollten Sie im Vorfeld prüfen, ob Ihre Windows-Version auf dem aktuellen Stand ist. Erkundigen Sie sich beim Hersteller ihres Computers bzgl. Aktualität der Treibersoftware. Die Installation benötigt ausreichend freien Speicherplatz. Genaue Zahlen hat Microsoft noch nicht verraten, es ist aber davon auszugehen, dass allein der Download bis zu 5 Gigabyte verbraucht. Die Installation benötigt zusätzlichen Platz. Mit rund 20 Gigabyte freiem Festplattenspeicher sind Sie auf der sicheren Seite. Ist Ihre Festplatte voll, löschen Sie nicht benötigte Daten und deinstallieren Sie ungenutzte Programme. Auch unabhängig vom Speicher: Je schlanker Ihr System ist, desto geringer ist die Gefahr, dass beim Update etwas schief läuft. Aus der Erfahrung vom vorigen Update empfiehlt sich, alle ungenutzten Geräte vom PC zu trennen. Stellen Sie sicher, dass Ihr PC via Kabel mit Ihrem Router verbunden ist. Dadurch reduziert sich die Installationszeit gegenüber einer WLAN-Verbindung drastisch.

Selbstverständlich gilt auch diesmal: Sollte beim Update etwas schief laufen, dann ist das nur halb so schlimm, wenn Sie zuvor ein Backup wichtiger Daten angelegt haben.

Was bringt das neue Creators Update?

Mit dem Creators Update stößt Windows 10 in die dritte Dimension vor. Gleich mehrere Programme unterstützen nun 3D. Hinzu kommt eine intensivierte Unterstützung für Virtual und Augmented Reality. Außerdem gibt es ein neues Sicherheitszentrum zum Schutz Ihres Computers.

Die neuen Funktionen im Überblick:

Paint 3D +
Das allerorten beliebte Malprogramm Paint bekommt eine große Änderung und dringt in die dritte Dimension vor. Mit einer Smartphone-App kann man bald dreidimensionale Objekte einscannen und in Paint 3D importieren. Dort lassen diese sich dann bearbeiten und verschönern. Auf einer neuen Microsoft-Website sollen Nutzer 3D-Modelle mit der Welt teilen können. Und auch der 3D-Druck soll in der neuen Paint-Version unterstützt werden.

Powerpoint 3D +
Auch die Präsentationssoftware Powerpoint unterstützt bald dreidimensionale Bilder. 3D-Modelle lassen sich in Powerpoint importierten und dann während einer Präsentation drehen.

Edge mit Augmented Reality +
Der Microsoft-Browser Edge bekommt Unterstützung für Microsofts Augmented Reality-Plattform HoloLens. So könnten bald etwa Online-Shops für Möbel 3D-Modelle ihrer Produkte zur Verfügung stellen, die sich potenzielle Kunden dann mit ihrer HoloLens-Brille im eigenen Wohnzimmer vorstellen können. Gleichzeitig wird sich die HoloLens-Plattform auch für Dritthersteller öffnen. So soll es bald AR-Brillen von HP, Dell, Lenovo, Asus und Acer geben.

Windows Defender Security Center +
Auf einen Blick können sich Nutzer nun einen Überblick über die Sicherheit ihres Computers verschaffen. Das neue Sicherheitszentrum bietet etwa Infos zum Virenschutz oder der Firewall. Damit dürfte Microsoft auch Dritt-Herstellern von Antiviren-Software deutlich Wind aus den Segeln nehmen.

Transparenz und den Schutz der Privatsphäre +
Erstmals zeigt das Betriebssystem detailliert in einer Liste an, welche Daten bei der Nutzung des Computers gesammelt werden. Die Datenschutz-Einstellungen lassen sich nun über ein einheitliches Menü vornehmen.

Einfacherer Kontakt mit Freunden +
Die eigenen Freunde lassen sich mit dem Creators Update zur Taskleiste hinzufügen. So kann man diese mit nur einem Klick etwa in Skype oder per Mail kontaktieren. Außerdem lassen sich mit dem Update nun SMS von Windows- oder Android-Smartphones auf den PC weiterleiten. Dieses Feature bietet Apple für MAC OS schon seit einer Weile an.

Einfacher Spiele streamen +
Gerade jüngere Nutzer streamen gerne in die Welt, wie sie gerade ein Game zocken. Mit einem Update für die Xbox Live-Plattform wird das bald noch einfacher, da Microsoft die nötige Software direkt in das Betriebssystem integriert.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Artikel einen Überblick des Windows 10 Creators Updates verschaffen zu können. Auf einen Kommentar zu Ihren gemachten Erfahrungen mit dem Creators Update würde ich mich bestimmt nicht alleine freuen.

Herzlichst
Urs Kobler

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About The Author

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Urs Kobler ist Autor und Inhaber der Unique Service Kobler GmbH mit Sitz in der Schweiz.

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